Schloss und Pfarrkirche bilden eine eindrucksvolle Theaterkulisse über der Donau

Scheer bietet eine der eindrucksvollsten Stadtkulissen entlang der gesamten Donau. Schloss Scheer und die benachbarte St. Nikolauskirche mit dem anschließenden Pfarrhaus bilden ein einmaliges Ensemble, einer Theaterkulisse gleich, auf dem schmalen Rücken eines Kalksteinfelsen hoch über den Dächern der Altstadt.Die Rokokokirche wurde vom berühmten Stuckateur Joseph Anton Feuchtmayer ausgestattet. Gleich daneben erhaben sich die trutzigen Mauern des Residenzschlosses. Dahinter führt eine Brücke über den tiefen Schlossgraben zum anschließenden Raigelsberg hinüber, der im Stil eines historischen Englischen Landschaftsgarten als Schlosspark angelegt ist.Durch Scheer verläuft auch der beliebte Donau-Radweg. Um aber zu den Sehenswürdigkeiten zu gelangen muss man ordentlich in die Pedale treten, um die steilen Gassen zum Schlossplatz emport zu kommen.

Die Lage der Stadt ist auch geologisch hoch interessant, denn das Stadtgebiet erstreckt sowohl auf den letzten Ausläufern der Schwäbischen Alb, als auch im beginnenden Oberland des Donaurieds. Hier hat sich die vom Rheingletscher verschüttete Donau vor rund 10.000 Jahren entlang den harten Juraschichten einen neuen Weg durch die Riedniederung gesucht. Der Felssporn des Burgberges ist der letzte Rest der Massenkalkfelsen aus dem Donaudurchbruchstal, ehe die Gesteine unter die weichen Schichten der Süßwassermolasse ‚abtauchen’, die während der Alpenbildung hier abgelagert wurden.