Die größte Karstquelle Deutschlands hat noch längst nicht alle Geheimnisse preisgegeben

Wenige Kilometer östlich von Engen tritt das Wasser der Donau aus der Aachquelle (auch Aachtopf), um demRhein entgegen zu fließen.

Mit einer mittleren Schüttung von 8.600 l/s ist sie die größte Quelle Deutschlands. Hier kommt eindrucksvoll das Wasser der Donau wieder zu Tage, das zwischen Immendingen und Fridingen versickert und von dort an bis zu zwölf Kilometer Luftlinie unterirdisch fließt. Nach schneereichen Wintern wurden sogar schon bis zu 24.000 l/s gemessen, was dem nahen Ort Aach schon einige Probleme bereitete. Deutlich ist vom eisernen Steg über dem Quelltopf das aus der Tiefe der Quellhöhle aufsteigende Wasser zu sehen, das als Radolfzeller Aach seinen Weg zum Untersee fortsetzt, um nach 32 Kilometern bei Radolfzell in den See zu münden.

Im Einflussbereich der Aachquelle vermutet und erforscht man seit einigen Jahren ein riesiges Höhlensystem. Ein Speologenteam bohrt sich in einer riesigen Doline, ca. 500 Meter nördlich des Aachtopfs in die Erde und konnte auch bereits erste Erfolge feiern, wenngleich auch einige herbe Rückschläge durch eindringendes Wasser, Verstürze und blockierte Gänge zu verkraften waren. Was man zu finden hofft ist die legendäre „Donauhöhle“, die mit geschätzten bis zu 50 Kilometern Ganglänge zu den größten Systemen Mitteleuropas zählen würde.