Fachwerkstädtchen und -dörfer am Thurgauer Untersee

Die kleinen Uferorte und –städtchen am Thurgauer Ufer des Untersees sind ein Paradies für Freunde farbenfrohe und unverfälscht fachwerkgeprägte Ortsbilder. So prägen auch in Steckborn malerische Riegelhäuser die Straßenszenen des uralten Städtchens. Vom Hafen, den man durch einen etwas versteckten Torbogen erreicht, hat man einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Höri, nach Radolfzell und auf das unübersehbare Wahrzeichen von Steckborn.Turmhof ist durch seine Lage direkt am Seeufer und seine vielen Hauben und Turmspitzen eines der beliebtesten Postkartenmotive am Untersee und beherbergt ein besuchenswertes Heimatmuseum. Das kleine aber feine Museum lässt auf drei Stockwerken einen tiefen Blick in die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung zu. Ausstellungsstücke aus der Jungsteinzeit bis heute spannen eine weiten Bogen von den zwei frühen Steckborner Pfahlbausiedlungen, einem römischen Töpferofen in Eschenz bis hin zu bürgerlichem und bäuerlichem Mobiliar des 17. – 19. Jahrhunderts. Zwei weitere Zimmer sind dem bedeutenden Berlinger Politiker Johann Konrad Kern, dem Schriftleiter der Schweizerischen Bundesverfassung von 1848, gewidmet.

Bekannt ist Steckborn auch als Sitz des Nähmaschinenherstellers Bernina, in dessen Produktionshallen ein Museum eingerichtet ist.

Mit dem Theater im Pumpenhaus im Feldbachareal beherbergt Steckborn ein weitere Attraktion. Seit ihrem gründungsjahr 1981 zeigt das ’phönix – theater 81’ Theater- und Tanztheatervorstellungen bekannter Stücke, aber auch Eigenproduktionen. Der Schwerpunkt der Inszenierungen liegt bei Stücken des 20. Jahrhunderts, die dem absurden, surrealistischen beziehungsweise avantgardistischen Theater zugeordnet werden. Kinder- und Jugentheater runden das Angebot ab. Immer im Sommer findet ein Openair-Kino jeweils an vier Abenden im Juli im malerischen Hof des Seehotels Feldbach statt.

Im benachbarten Berlingen lebte der Maler Adolf Dietrich. In seinem Wohnhaus ist ein kleines Museum eingerichtet das sich der naiven Kunst widmet. Gleich gegenüber hat man das 1939 von ihm verewigten „Nachbargärtchen“ wieder für die Öffentlichkeit hergerichtet.