Obst-, Hopfen- und Weinanbauort am nördlichen Bodenseeufer

Auf halben Weg zwischen den Städten Friedrichshafen und Lindau, liegt Kressbronn an und über einer weiten Bucht am nördlichen Bodenseeufer.Römische und mittelaterliche Siedlungspuren lassen vermuten, das die Gegend schon in frühen Zeiten ein äußerst beliebter Wohnort gewesen sein muss. Beim Weiler Betznau sind die Reste einer römischen Niederlassung zu sehen und nicht weit entfernt stand die ehemalige Lehnensburg auf einem steilen Hügel über dem breiten Tal der Argen.

Erstmals erwähnt in einer Urkunde des Klosters St. Gallen, dann zum Herrschaftsbereich der Grafen von Montfort gehörig, wechselte Kressbronn noch mehrmals den Besitzer. Im späten 18. Jahrhundert österreichisch, dann bayerisch und schließlich württembergisch wurde aus den Orten Hemigkofen und Nonnenbach 1934 die heutige Gemeinde. Noch heute erinnert das Stadtwappen mit der roten Fahne der Grafen von Montfort an die lange Geschichte.

Im Stadtwappen sind auch Kirchzweige zu finden. Sie symbolisieren, dass die Landwirtschaft eine wichtige Rolle in Kressbronn spielt. Vor allem Obst-, Hopfen- und Weinanbau sind neben dem Tourismus die wichtigsten Erwerbszweige der rund 8.000 Einwohner. An der Südroute der Oberschwäbischen Barockstraße gelegen, bietet der Ort natürlich auch eine Reihe Sehenswürdigkeiten: Vier barocke Kapellen stehen auf Gemeindegebiet deren älteste die Sebastianskapelle in Betznau ist. Architektonisches Aushängeschild ist aber sicher die 1897 von Karl von Leibbrand erbaute Kabelhängebrücke über die Argen hinweg ins benachbarte Langenargen.