Romantische Tallandschaft und reizende “Städli” unter den mächtigsten Bergen am Bodensee

Rheineck ist die Schweizer Grenzstadt an der österreischisch-schweizer Grenze, just gegenüber von Höchst in Vorarlberg. Noch im Mittelalter lag sie am Seeufer, das heute mindestens drei Kilometer entfernt ist. Der Rhein hat im Lauf der Jahre soviel Geröllabraum aus den Alpen in seinen Mündungsbereich in den Bodensee angespült, dass sich die Uferlinie derart weit entfernt hat. Das Schemmland um die Rheinmündung ist eines der wertvollsten Naturräume am See und als naturschutzgebiet RheindeltaRohrspitzstreng geschützt.Im Städtchen sind die für die Ostschweiz typischen mehrgeschossigen barocken Häuserfronten und das 400 Jahre alte Rathaus schön anzusehen. Gekrönt wird das hübsche Häuserensemble von einer kleinen Burgruine über der Stadt. Direkt am Bahnhof befindet sich die Talstation der Zahnradbahn zum hoch über dem Tal gelegenen Walzenhausen.

Walzenhausen kann sich wahrlich seiner Lage rühmen. 300 Meter über Rheineck und dem Bodensee, mit weiter Aussicht bis ans Nordufer nach Lindau, Friedrichshafen und an klaren Tagen sogar bis über Konstanz hinaus bis zum Schwarzwald. Von der Alpensicht ganz zu schweigen, ist es fraglos eine der bevorzugten Aussichtslogen am Bodensee.

Seit über 110 Jahren rattert die alte Zahnradbahn von Rheineck bis in den auf 673 Meter gelegenen Ferienort. Schon vor und nach der vorletzten Jahrhundertwende entstanden im einstigen Weberörtchen die ersten Gasthäuser, Pensionen und Hotels für eine steigende Zahl von Kurgästen. Das berühmte und unübersehbare Kurhotel Walzenhausen wurde schon 1870 als Holzbau erstellt, fiel aber 1895 einem Feuer zum Opfer und wurde danach bis 1903 wieder aufgebaut und neu eröffnet. 1905 gelangte das Haus in den Besitz der Heilquellen von Wolfhalden, dereb Wasser zum Hotel geleitet wurde.

Die beiden Weltkriege legten den Kur- und ferienbetrieb nachhaltig lahm. Erst seit den 70-er Jahren floriert der Kurbetrieb wieder und hat Walzenhausen wieder in die Liga der der führenden Häuser am Bodensee zurück gebracht.

Zahlreiche Wanderwege führen in die ersten Berge des Appenzeller Landes. Bekanntester und beliebtester ist sicher der Witzwanderweg ins benachbarte Heiden. So lässt sich auf sportliche Art der “listig-träfe” Appenzeller Witz kennen lernen und die traumhafte Landschaft genießen. 80 Witztafeln laden auf knapp 6 km Wegstrecke zum Verweilen und Schmunzeln ein.