Entzückende Altstadt zu Füßen des beliebten Wanderziel Gehrenberg

Nur gute sechs Kilometer Luftlinie sind es vom Bodenseeufer bei Immenstaad und Friedrichshafen-Fischbach bis zum verträumten Städtchen Markdorf zu Füßen des Gehrenberg.Schon 817 taucht Markdorf in einer Schenkungsurkunde von Pippin dem Frommen an das Kloster St. Gallen erstmals auf. Rund 400 Jahre später erhält Markdorf Stadtrechte und entwickelte sich danach Dank der Freiherren von Markdorf prächtig. Als die Stadt im späten 14. Jahrhundert unter die Herrschaft der Konstanzer Bischöfe fällt, erlebt sie auch durch deren Vorliebe für den Weinbau einen zweiten Aufschwung, dem allerdings der Dreißigjährige Krieg ein jähes und abruptes Ende setzte.Auch die Napoleonischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging nicht spurlos an der unbedeutend gewordenen Stadt vorbei. Zudem wurde Markdorf wenige Jahre später durch einen verheerenden Großbrand nahezu in Schutt und Asche gelegt. Das Brände auch reinigende Wirkung haben können, zeigte sich im Anschluss an die Schreckensnacht vom Juli 1842. Markdorf blühte erneut auf und wurde auch durch die Anknüpfung an die Bodenseegürtelbahn weiter aufgewertet.

Dank seiner Lage abseits des Sees und zu Füßen des waldreichen und aussichtsreichen Gehrenberg (754 m) ist Markdorf unterdessen auch beliebtes Ziel ruhesuchender Bodenseeurlauber, die dem sommerlichen Trubel der Uferregion entfliehen wollen. Markdorf liegt auch an der Oberschwäbischen Barockstraße und am Frankisch-Schwäbischen Jakobsweg.

Die schöne Altstadt wird überstrahlt vom hohen spitzen Turm der St.-Nikolaus-Kirche und dem trutzigen Turm des Bischofschloss, der früheren Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Konstanz und heutigem Luxushotel. Ferner sind Untertor-, Hexenturm (mit Handwerkmuseum), Obertor und der neue Latschebrunnen mit seinen lebensgroßen Bronzefiguren einen Blick wert.