Malerischs Fachwerkstädtchen und jüngstes Mitglied der oberschwäbischen Bäderlandschaft

Seit dem Jahr 2000 ist Saulgau offiziell ‚Bad’ und ist somit das jüngste Mitglied der oberschwäbischen Bäderlandschaft. Schon 1977 hat man die Thermalquelle erbohrt, die als wärmste und ergiebigste in ganz Baden-Württemberg gilt. Kein Wunder, dass schon 1984 das Thermalbad Sonnenhof-Therme gebaut wurde. Der Erfolg gibt den Stadtvätern bis heute Recht, den alljährlich Besuchen rund 300.000 Erholungssuchende die schwefelhaltigen Quellen.

Architektonisches Prunkstück der belebten Altstadt ist die gotische Basilika St. Johann Baptist. In ihrem Innenraum ist unter anderem ein Bild von Otto Dix zu sehen. Gleich daneben steht mit dem Haus am Markt, ein 600 Jahre alter alemannischer Fachwerkbau.

Am Waldrand südlich der Stadt liegen die Gebäude des Klosters Sießen in einem lieblichen Tal. Die weitläufige Anlage geht auf ein 1260 von Dominikanerinnen gegründetes Kloster zurück. Im Zuge der Säkularisation wurde es aufgelöst, seit 1860 aber wieder von Franziskanerinnen bewirtschaftet. Prunkstück des Klosters ist die barocke Kirche, die von Johan Baptist und Dominikus Zimmermann erbaut wurde, die beide unter anderem auch die berühmte Wieskirche im Bayerischen gebaut haben. Vom Kloster führt eine schöne langgezogene Allee, vorbei an der St. Wendelinkapelle zurück nach Bad Saulgau.