Zu Besuch in der Käse-, Hut- und Ferienstadt im Westallgäu

Lindenberg ist als zweitgrößte Stadt im Landkreis Lindau unumstrittenen das wirtschaftliche Zentrum des Westallgäus. Zudem ist die Stadt mit einer Höhenlage zwischen 750 und fast 800 Metern eine der höchstgelegenen Städte Deutschlands.Diese nebelfreie Höhenlage – Lindenberg war sonnigster Ort Deutschlands im Jahr 2006! – und die Lage an der Deutschen Alpenstraße machen „die Stadt über den Wolken“ auch zu einem beliebten Ferien- und Luftkurort. Wie so oft im Allgäu und am Bodensee hatte auch bei der Gründung von Lindenberg das Kloster St. Gallen die Finger im Spiel. 857 schenkten Adelige dem ostschweizer Kloster Güter in “Lintiberc”. 200 Jahre später taucht die Pfarrei Lindenberg dann im Steuerregister der Diözese Konstanz auf. Bis 1805 gehörte Lindenberg zur österreichischen Herrschaft Bregenz, ehe sie mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg Bayern zugesprochen wurde.Neben dem Tourismus spielt in Lindenberg bis heute die Hutmacherei eine wichtige, wenn auch aus wirtschaftlicher Sicht nur geringe Rolle. Schon im 17. Jahrhundert werden Lindenberger Strohhüte auf Märkten verkauft. Im darauffolgenden Jahrhundert wird Herstellung und Vertrieb erstmals organisiert und zur Industrie ausgebaut. Der Hutmachertradition wird mit dem alljährlich stattfindenden “Huttag”, der Wahl zur Lindenberger Hutkönigin und Bayerns einzigem Hutmuseum aufrecht gehalten. Weitaus bekannter ist Lindenberg heute für seinen Käse und für Zulieferbetriebe der Luftfahrt- und Automobilindustrie.