Monumentale Bauwerke, romantische Altstädtchen und viel Kultur am Ufer der Schussen

Als Stadt der Türme und Tore bietet die Altstadt von Ravensburg bis heute ein geschlossenes mittelalterliches Stadtbild in dem sich herrlich Flanieren lässt. Die Historische Altstadt wird vom Marienplatz in eine Ober- und Unterstadt geteilt. Die Oberstadt wird durch große und prächtige Patrizierhäuser geprägt, während in der geometrisch angelegten Unterstadt kleinere Handwerkerhäusern ihren ganz eigenen Charme ausstrahlen. Mitten im Zentrum befindet sich das sehenswerte Ensemble aus Rathaus und Waaghaus mit dem weithin sichtbaren Blaserturm. Dem gegenüber steht das Lederhaus, ein ehemaliges Zunft- und Kaufhaus der Kürchner. Ebenfalls am Marienplatz steht das Kornhaus, einst Sitz der oberschwäbischen Fruchtbörse. An der Liebfrauenkirche steht noch das nördlichen Stadttor, das Frauentor.Über der Stadt thront die Veitsburg. Sie wurde um 1050 zum Stammsitz der Welfen bevor sie durch ein Erbe an Kaiser Friedrich Barbarossa fiel. Nach dem Untergang dessen staufischer Dynastie ging sie in Reichsbesitz über. Nach dem Dreißigjährigen Krieg stand nicht mehr viel von der einst mächtigen Burganlage, die 1751 durch Johann Caspar Bagnato zu einem Schlösschen umgestaltet wurde. Am Weg zwischen Altstadt und Veitsburg steht der 51 Meter hohe Mehlsack. Der weiße Turm ist das Wahrzeichen der Stadt.Neben der ‘Fasnet’ wird im historischen Zentrum von Ravensburg alljährlich fünf Tage lang und mit viel Enthusiasmus das Rutenfest mit Trommelgruppen, Fanfarenzüge und Bogenschützenwettbewerben gefeiert.

Am Freitag nach Christi Himmelfahrt findet im benachbarten Weingarten der Blutritt statt. Die größte Reiterprozession der Welt wird zu Ehren einer Reliquie, angeblich ein mit Erde vermischter Blutstropfen Jesu Christi, abgehalten. Verwahrt wird sie in der Klosterbasilika St. Martin. Das unübersehbare Wahrzeichen der Stadt ist die monumentalste Barockkirche nördlich der Alpen. Neben Fresken der Gebrüder Asam, können in ihrem Innenraum Stuckarbeiten und ein Chorgestühl von Joseph Anton Feuchtmayer und die Große Orgel von Joseph Gabler mit fast 7.000 Pfeifen bestaunt werden. Sie gehört zu den bedeutendsten Barockorgeln Deutschlands.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört auch das Alamannenmuseum. Es beherbergt die reichhaltigen archäologischen Funde aus dem bedeutenden frühmittelalterlichen Gräberfeld von Weingarten und gilt als das wichtigste Museum das sich auf die Geschichte der Alamannen spezialiisiert hat.