Der Schweiz schöntes Fachwerkdorf, trutzige Schlösser und uralte Gasthöfe

Drachenburg, Waaghaus und die Krone bilden in Gottlieben weitum eines der schönsten Beispiele Ostschweizer Riegelbauweise. Die historische Häuserfront an der Seestraße beherbergt heute zwei schöne Hotels mit ausgezeichneter Küche. Überhaupt glänzt das winzige Dörfchen am südlichen Ufer des Seerheins mit einigen ausgezeichneten Restaurants und einer ganz besonderen süßen Spezialität, den berühmten Gottlieber Hüppen, eine verführerische Gebäckspezialität. Die wuchtige, hinter hohen Mauern verborgene Burganlage ist Wohnsitz der Opernsängerin Lisa della Casa und war einst eine Nebenresidenz der Konstanzer Bischöfe. 1971 stufte der Eidgenössische Denkmalschutz den ganzen Ort Gottlieben in die zweithöchste Stufe der erhaltenswerten Gemeinden ein und erwies damit dem bauhistorischen Wert die gebührende Referenz.

Die Entwicklung des benachbarten Tägerwilen ist eng mit der Geschichte von Konstanz verknüpft. Der Bau der Burg und des fantasievollen Schloss Castell geht auf Amtsleute des Konstanzer Bischofssitz zurück. Auf dem Gemeidegebiet liegt das gerade einmal 1,5 km² große Tägermoos. Die an sich wenig spektakulären Felder und Streuobstwiesen sind einestaatsrechtliche Kuriosität, denn sie liegen zwar im Kanton Thurgau, sind jedoch durch einen Staatsvertrag von 1831 als Gemarkung der deutschen Nachbarstadt Konstanz zugeordnet.


TIPP: Den schönsten Blick auf Gottlieben und die sonst nur schwerlich einsehbare Burg hat man von Konstanzer Seite. Am Ende des Spazierweges durch das Wollmatinger Ried zum Seerhein ist das Örtchen fast zum Greifen nahe.