Das wichtigste Vogel- und Pflanzenschutzgebiet am nördlichen Seeufer

Zwischen der Schussenmündung bei Eriskirch und der Mündung der Rotach am östlichen Stadtrand vonFriedrichshafen erstreckt sich das Eriskircher Ried auf rund 5,5 km² zwischen Bundesstraße,Bodenseegürtelbahn und dem Bodensee.

Das größte Naturschutzgebiet am nördlichen Seeufer ist, wie auch das Wollmatinger Ried oder der Rohrspitz, besonders als Schutzraum von Wasservögeln wichtig. In der Flachwasserzone überwintern viele Wasservögel und konnten sich artenreiche Streuwiesen mit zahlreichen seltenen Pflanzen erhalten.

Von Mitte Mai bis Anfang Juni entfaltet das Eriskircher Ried die üppigste Farbenpracht: Dann blühen Abertausende Sibirische Schwertlilien und färben die Riedwiesen in tiefes Blau, gesprengelkt mit den leuchten gelben Tupfer der Wasser-Schwertlilien. Die Sibirische Schwertlilie, auch Iris genannt, ist eine stark im Bestand gefährdete Art, die am Bodensee (siehe auch Wollmatinger Ried) bundesweit die wohl reichsten Bestände aufweist. Einer der schönsten Plätze während der Irisblüte ist an der Zufahrt zum Eriskircher Strandbad und entlang des Rad- und Fußweges.

Wie in allen Naturschutzgebieten gilt natürlich auch hier: Bitte auf den Wegen bleiben! Zwei Naturlehrpfade führen durch die Riedflächen. Eingebunden an den überregionalen Bodenseepfad informieren sie über die Natur der Region. Ein Wegabschnitt beginnt an der Rotachmündung und endet nach einem Kilometer an der ehemaligen Fischereisiedlung Seewiesenesch und erzählt über Lebensräume im Ried und die Pflanzen- und Tierwelt. Auf 4 Kilometern Länge, beginnend beim Naturschutzzentrum am Bahnhof, behandelt ein weiterer das Thema „Landwirtschaft im Ried“.