Der Hauptort von Appenzell-Innerhoden, inmitten der Spielzeuglandschaft zu Füßen des Säntis

Dorf Appenzell ist der Hauptort des Teilkantons Appenzell-Innerrhoden, direkt am Fuß der himmelstrebenden Felswände des Alpsteinmassivs. Die Höhenlage von rund 780 Metern und die umgebenden Berge machen es zu einem klimatisch und landschaftlich begünstigten und dementsprechend beliebten Ferienort der Schweizer. Vornehmlich spielt das Wandern die erste Geige im Tourismuskonzert, im Winter sind es entsprechend die Skilangläufer die sich auf den Loipen rund um den ort tummeln. Einige Skilifte und kleine Skigebiete in Appenzell, Brülisau, Jakobsbad-Kronberg und Wasserauen-Ebenalp ergänzen das Wintersportangebot.Bekannt ist Appenzell für seinen kräftigen Appenzelller Käse, der im Ort produziert wird (Werksführungen), und die farbenprächtigen Alpaufzüge und -abtriebe, denen stets ein „Geißenpeter“ in gelber Hose und weißen Ziegen vorausgeht.Das schmucke Ortsbild von Appenzell ist durchwegs von Bauten nach dem großen Brand von 1560 geprägt. Bunte Holzhäuser mit geschweiften Giebeln flankieren die Gassen und verliehen dem Ort einen besonderen Charme, besonders in der zentralen Hauptgasse. Auf dem großen Landsgemeindeplatz mit der Gerichtslinde finden bis heute die Wahlen zur Kantonsregierung von Innerrhoden per einfacher Handhebung statt.

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius aus dem 16. Jahrhundert steht an erhöhter Stelle über dem Ufer der Sitter, die am nahen Seealpsee unter dem Säntis entspringt.

Nördlich von Appenzell stehen die kümmerlichen Reste der Ruine Clanx auf einem steilen Burghügel. 1219 unter Abt Ulrich VI. von St. Gallen erbaut, wurden durch ihre Zerstörung durch aufständische Bauern 1401 die Appenzeller Freiheitskriege ausgelöst. Zu ihr, wie auch rundum Appenzell, führen schöne Wanderwege.