Pariser Schick am Untersee und Treffpunkt von Kunst und Adel

Auf einem vom eigentlichen Seerücken abgesetzten Hügel steht Schloss Arenenberg hoch über Mannenbach . Das eher unscheinbare Schloss ist eines der historisch wichtigsten Gebäude der Bodenseeregion. 1546 vollendet und mehrfach umgebaut war es Wohnstatt der im Exil lebenden Hortense de Beauharnais, Stieftochter und Schwägerin von Napoleon Bonaparte nach ihrer Vertreibung aus Frankreich. Ihr Sohn Kaiser Napoleon III. hat hier seine Jugendjahre verbracht. Seine Ehefrau Kaiserin Eugénie schenkte es 1906 dem Kanton Thurgau, der darin das heute so sehenswerte Napoleonmuseum einrichtete.

Am Bodensee hielt mit dem Einzug der Königin das gesellschaftliche Leben Einzug. Die ‚Pariser Schikeria’ des 19 Jahrhunderts gab sich die Klinke in die Hand. Von Dumas bis Liszt, und Byron bis Humboldt ließt sich die Liste der Gäste und Freunde des Hauses wie ein Who is Who der damaliger Zeit, die vor 200 Jahren wie heute durch die herrlichen Parkanlagen schlenderten und sich in prächtigen Salons die Zeit vertrieben.

Bis heute hat sich Schloss Arenenberg diesen ganz speziellen französischen Charme bewahrt und lädt seine Besucher dazu ein nicht nur zu schauen, sondern wirklich zu verweilen. Vielfältig sind die Erinnerungsstücke an die kaiserliche Familie, kostbare Gemälde schmücken die Wände, wertvolles Mobiliar steht wie eh und je an seinem Platz.


Öffnungszeiten:
Montag: 13.00 – 17.00
Dienstag – Sonntag: 10.00 – 17.00
Kassenschluss: 16.30

www.napoleonmuseum.tg.ch