Ruhe und Stille im ursprünglichen Aachtobel

Seit mehr als einem halben Jahrtausend liegt der Wallfahrtsort Maria im Stein versteckt im im herrlich gelegenen Naturschutzgebiet Aachtobel. Gegründet wurde sie angeblich vom glücklich von den  Kreuzzügen ins Heilige Land heimgekehrten Ritter Albero von Bodman. Wie auch immer wurde der Platz, halbwegs zwischen Owingen und Frickingen, gut gewählt. Hier hat sich die Aach hier ein tiefes, schluchtenförmiges Tal gegraben, in dem wahrlich Ruhe und Stille herrscht. Das Tal ist bis heute nur durch einen Wanderweg erschlossen. Keine Straße durchquert die unberührten Urwälder und Wiesenauen – Natur pur!

Maria im Stein geht wohl auf ein altes Keltenheiligtum zurück und war besonders im 18 Jahrhundert ein vielbesuchter Ort. Ziel der Pilger aus Nah und fern war das Gnadenbild der “Trösterin der Betrübten”, das heute in der Pfarrkirche von Lippertsreute zusehen ist. Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde die Wallfahrtstätte aufgehoben, nach dem 2. Weltkrieg jedoch wieder eingerichtet. Aus dieser Zeit stammt die heutige Kapelle unter den Felswänden. Zahlreiche Votivtafeln zeugen wieder von einem regen Besuch. Eindrucksvoll sind auch die in die weichen Molassefelsen über der Kapelle gegrabenen Höhlen, die über einenschmalen Steig erreicht werden können.

Ein schöner Rundwanderweg führt von Maria im Stein durch den schönsten und ursprünglichsten Abschnitt des Aachtobels nach Hohenbodman, Etappenort des Hohenzollerischen Jakobswegs.