Das “badische Nizza” begeistert seine Besucher mit der längsten Promenade am See

Überlingen, gerne auch als das „badische Nizza“ bezeichnet, darf sich als Bodenseestadt mit der längsten Uferpromenade am See bezeichnen.

Zudem begeistert die auf eine Gründung von Kaiser Barbarossa im Jahr 1180 zurückgehende Stadt durch ihr weitestgehend erhaltenes Altstadtensemble rund um das Münster St. Nikolaus. Im Inneren des größten spätgotischen Baus am Bodensee und Wahrzeichen der Stadt steht ein großartiger 400 Jahre alter Schnitzaltar der Gebrüder Zürn. Charakteristisch für die riesig wirkende Hallenbasilika, wie auch allgemein für das Stadtbild von Überlingen, ist ihr ungleiches Turmpaar, das über der mittelalterlichen Handelsstadt aufragt.

Im Rathaus der durch Handel mit Wein und Getreide reich gewordenen Stadt kann im Rahmen von Führungen der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Rathaussaal mit einem reich verzierten, holzgeschnitztem Arkadenfries besichtigt werden. Rund um den Altstadtkern lässt sich bis heute ein Blick in den tief in die Molassefelsen gegraben Befestigungswall wagen. Insgesamt stehen noch sechs Türme der einstigen Verteidigungsanlage.

Am Hafen befindet sich „die Greth“, das einstige städtische Handels- und Kornhaus. Heute ist darin neben einer betriebsamen Markthalle auch die Tourist-Information untergebracht. Ein Besuch Überlingens lässt sich gut mit einer Schifffahrt auf dem Bodensee oder dem Überlinger See verbinden.

Die „Weiße Flotte“ fährt regelmäßig nach Unteruhldingen zu den Pfahlbauten oder zur Insel Mainau . Die Schiffe der Motorbootgesellschaft Bodman erschließen die Marienschlucht, Sipplingen und Bodman-Luswigshafen.

Besonders von der Seeseite her bietet die Altstadt einen prächtigen Anblick. Ein Geheimtipp ist die Sylvesterkapelle zwischen dem Stadtteil Goldbach und dem Seeufer. Ganz unscheinbar, direkt an der Bahn und Straße gelegen ist sie eine der ältesten Kirchenbauten im Bodenseeraum und enthält wertvolle Fresken der „Reichenauer Schule“ aus dem 10. Jahrhundert.