Barockstadt und Kurbad am Rand des Federsees

Bekannt und beliebt als als Moor- , Mineralheil- und Thermalbad ist Bad Buchau das kleinste der fünf oberschwäbischen Bäder. Erster Anlaufpunkt für Kurgäste und Erholungssuchende ist die Adelindis-Therme mit ihrer grosszügigen Saunalandschaft. Das 47° warme Quellwasser kommt aus einer Tiefe von 800 Metern und wirkt wohltuend auf den gesamten Organismus, ist schmerzlindernd und heilungsunterstützend.Wichtigstes Bauwerk der Stadt und Ziel all jener, die der Oberschwäbischen Barockstraße folgen, ist die Stiftskirche St. Cornelius und Cyprianus, eines ältesten klassizistischen Gebäude im Süden Deutschlands. Schön ist ein Spaziergang durch die Gassen der Unterstadt zum ehemaligen Bahnhof, wo bis 1960 die Züge zwischen Bad Schussenried und Riedlingen hielten.Eine landschaftliche und kulturhistorische Besonderheit ersten Ranges ist der vor den Toren der Stadt liegende Federsee. Mit rund 33 km² ist es das größte zusammenhängende Moorgebiet in Südwestdeutschland und neben dem Wollmatinger Ried am Untersee eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete der Region. Wie dieses wird auch der Federsee vom NABU betreut und erforscht. Weitaus bekannter ist das weite Federseebecken aber als archäologische Fundlandschaft mit nachgewiesenen Siedlungen aus Jungsteinzeit und Bronzezeit. Informationen über den Federsee, seine Bedeutung und Geschichte bekommt man im Federseemuseum direkt am Seesteg. Auf dem Freigelände sind Rekonstruktionen mehrerer prähistorische Häuser und Hütten zu sehen und ein archäologische Lehrpfad führt über elf Stationen zu den einstigen Moorsiedlungen im Ried.

Im Skulpturenpark bei Oggelshausen stehen seit 1969 auf Feldern und Wiesen um den Ort 25 Steinmale, die von Bildhauern aus fünf Ländern und drei Kontinenten geschaffen wurden.