Brunnenstadt zwischen Unterer und Oberer Argen

In der gemütlich-lieblichen Drumlin-Landschaft des Westallgäus breitet sich die alte Brunnenstadt Wangen im Allgäu zwischen den Ufern der Oberen und Unteren Argen aus.

Schon die Alemannen und Franken zur Zeit des Frankenkönigs Chlodwig (um 500 n.Chr.) war die Stelle am markanten Richtungswechsel der Oberen Argen von West nach Süd besiedelt. 815 ist eine erste Erwähnung in Urkunden des Klosters St. Gallen zu finden. Die Äbte von St. Gallen waren es auch, die aus dieser anfänglichen Siedlung allmählich eine erste Stadt entwickelten. 1286 war es Rudolf I. von Habsburg, der Wangen zur freien Reichsstadt erklärte und aus der Herrschaft des Klosters löste.

Günstig gelegen an der schon im Mittelalter wichtigen Straßenkreuzung zwischen Isny und Ravensburg, Lindau und Leutkirch, konnte sich die Stadt schnell zu einem wichtigen Marktplatz entwickeln, dessen Tradition mit dem Bauernmarkt bis in die heutige Zeit bestand hat. Trotz dreier Stadtbrände, die jeweils ganze Quartiere in Schutt und Asche legten, konnte sich in Wangen ein reiches mittelalterliches und barockes Erbe erhalten.

Zu den ältesten Baudenkmälern innerhalb der Stadtmauern steht die Oberstadtkirche St. Martin. Das Wahrzeichen der Stadt ist aber das schmucke Frauentor an der Straße nach Ravensburg. Lindauer Tor und Pfaffenturm sind weitere Zeugen der Stadtbefestigung. Ein besonderes Schmuckstück ist der Fidelisbäck, eine mehr als 500 Jahre alte Bäckerei mit angeschlossener Gaststube. Auffällig im Stadtbild sind besonders die vielen Brunnen aus allen Zeitepochen.

Zur Stadt Wangen im Allgäu gehört auch Neuravensburg. Über dem Örtchen thront eine frühmittelalterliche Burganlage auf einem Drumlin. Vom Ort führen Spazierwege zur Burgruine und entlang der Oberen Argen durch eine ursprüngliche Tobellandschaft bis zur Vereinigung mit der Unteren Argen.