Tausend Jahre Stadtgeschichte und viel Tradition nicht nur zur Fasnet im “Badischen Geniewinkel”

Meßkirch, liegt auf halben Weg zwischen Überlinger See und Donau, ganz im Süden des Landkreises Sigmaringen. Die Stadt befindet sich genau an der geologischen „Nahtstelle“ zwischen den Moränenlandschaften des Voralpenraums (Rheingletscher) und den Juragesteinen der Schwäbischen Alb. Nicht weit von der Stadt entfernt verläuft die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau, Atlantik und Schwarzem Meer.Die fast tausendjährige Stadt an der Barockstraße hat einen schmucken historischen Kern mit engen Fachwerkgassen zu bieten. Hübsche Geschäfte laden zum Bummel ein und großzügige Plätze zum Verweilen und Durchschnaufen. Besonders schön ist der weitläufige Schlossplatz, umrahmt vom Gebäudeensemble aus Grafenschloss, Stadtpfarrkirche St. Martin und Nepomukkapelle. Letztere ist von keinen Geringeren als den Münchner Stukkateurbrüdern Asam ausgestattet worden. Das Prunkstück der vierflügeligen Renaissanceanlage des Schlosses ist ein 31 Meter langer Saal mit Kassettendecke. Ebenfalls im Schloss untergebracht sind das Martin-Heidegger-Museum Meßkirch und das Oldtimermuseum Meßkirch.Gegenüber der Stadtkirche steht ein Denkmal für den Dirigenten und Komponisten Conradin Kreutzer, ein Sohn der Stadt Meßkirch. Direkt am Hofgartenpark hinter dem Schloss beginnt ein kleines Feldsträßchen ‚Am Feldweg’, das seinen Namen vom gleichnamigen Schriftstück Martin Heideggers erhielt, der auf dem Meßkircher Friedhof seine letzte Ruhestätte fand. Seinen Beinamen “Badischer Geniewinkel” verdankt die Stadt Meßkirch auch weiteren bedeutenden Personen, die sie hervorgebracht oder geprägt hat. Zu ihnen zählte auch der Komponist Friedrich Stärk, der viele Jahre als Musikdirektor bei Walt Disney in Hollywood wirkte.

Meßkirch gilt auch als eine der Hochburgen der schwäbisch- alemannischen “Fasnet “. Treibende Kraft der seit 1885 bestehenden Tradition ist die ‚Katzenzunft’, deren markiger Ausruf „Hoorig, hoorig, hoorig isch dia Katz …“ auf keinem Umzug landauf, landab fehlen darf. Die Tradition geht zurück auf Berichte in der “Zimmerschen Chronik” aus dem Mittelalter, deren Verfasser, man ahnt es, ebenfalls ein Meßkircher war.