Eine der besterhaltenen und bekanntesten Burgen Deutschlands

Die Festung Wildenstein steht in beherrschender Lage auf einem mehr als 200 Meter steil zum Donautal abbrechenden Felsen. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Anlage gehört Dank ihres einmaligen Erhaltunsgzustandes zu den bekanntesten Burgen des Landes. Wildenstein wurde als Nachfolgeburg von vier weitaus älteren Felsburgen deren Reste noch heute in spektakulären Lagen ausmachbar sind.

Die Reste der Spornburg Altwildenstein stehen direkt unter der Festung auf der Spitze einer unbesteigbaren Felsnadel hoch über der im Tal fließenden Donau. Isoliert auf einer Felsrippe über dem ‚Ritterweg’ stehen die Mauerreste von Unterwildenstein. Ebenso unzugänglich wie kühn auf einem Felsturm westlich der Festung ist der einstige ‚Hexenturm’ zu finden. Der Sage nach diente er während der mittelalterlichen Hexenverfolgung als Gefängnis. Vor einer geplanten Hinrichtung soll der Holzsteg zur Burg zusammengebrochen sein und die der Hexerei bezichtigten Frauen fanden den qualvollen Hungertod. Kurze Zeit später sei die Burg von einem Blitz zerschmettert worden und wurde in Folge nie wieder augebaut. Schließlich steht noch heute die Frontmauer der Burg Hahnenkamm auf einem nach allen Seiten steil abfallenden Felsen, der nur auf einem waghalsigen Aufstieg über verfallene Steige erreichbar ist. Erstmalig wurden die Herren von Wildenstein als Erbauer der vier Burgen in Urkunden des Klosters Salem um 1170 genannt.

Dank seiner Lage abseits aller Handelsrouten wurde die mächtige Festung Wildenstein nie in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, wodurch sie ihr bis heute vollständig erhaltenes Erscheinungsbild bewahren konnte. In den Mauern der Burg ist seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine Jugendherberge eingerichtet.

Unweit der Straße von Leibertingen um den Pfaffenbühl herum nach Lengenfeld steht am höchsten Punkt eines Hügel der ‚Unterschlupf für den Wind’. Als Teil des deutsch-französischen Künstleraustausches, hat der Holzkünstler Christophe Gonnet unter tatkräftiger Hilfe lokaler Handwerker seine Skulptur auf dem sogenannten Pfladerberg geschaffen. ‚Holz aus hiesigen Wäldern, durch Künstlerhand veredelt, dem Himmel entgegenwachsend’ … so lässt sich die eigenwillige Skulptur gut beschreiben.