Viel Natur zum Wandern und Radfahren zwischen Stein am Rhein, Singen und Radolfzell

Mit knapp über 700 Metern gehört der Schiener Berg zu den höchsten seenahen Erhebungen am Bodensee. Der massige Bergrücken erhebt sich steil über der topfebenen Aachried im Norden, der lieblichen Höri im Osten und Süden und dem Tal der Biber im Westen.

Gern genutzt als als beliebtes Naherholungsziel der nahen Städte Singen und Radolfzell bietet die stille Landschaft eine eorme Dichte an Wanderwegen und Radwegen, die jedoch bis auf den Höhenweg entlang der Nordkante des Bergmassivs allesamt recht beträchtliche Höhenunterschiede aufweisen. Immerhin sind es von Stein am Rhein bis auf den höchsten Punkt volle 300 Höhenmeter.

Abgesehen von den Orten ist der Schiener Berg für die Bodenseeregion außergewöhnlich dünn besiedelt. Nur der kleine Ort Schienen ist die einzige richtige Ortschaft in dieser von dichten Wäldern, Wiesen und Ackerland bestimmten Region. Dafür hat der versteckte und abseits der gängigen Tourismusrouten gelgenen Ort mit der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Genesius eine besondere Perle zu bieten. Die Tausendjährige salierzeitliche Pfeilerbasilika gehört zu den kunsthistorisch bedeutendsten Kirchenbauten am Bodensee, aber sicher auch zu den unbekanntesten.

Drei Burgen standen einst an den Rändern des Schiener Berges. Nach Süden thront Burg Hohenklingen über Stein am Rhein. Die vollständig erhaltene Burg bietet weite Aussichten vom Burgturm auf das Schweizer Ufer des Untersees. Nach Westen, rheinabwärts, reicht die Aussicht von den kümmerlichen Resten der einstigen Burg am Wolkensteinerberg bis nach Diessenhofen. Am Nordrand, ebenfalls kaum noch zu erkennen, stand einst die Schrotzburg. Vom Wanderparkplatz an der Landstraße von Schienen nach Moos führt eine kurze Wanderung zur einstigen Burg der Herren von Schienen. Schön ist die Alpensicht vom Burghügel.

Von Rielasingen-Worblingen führt ein steiler Wanderweg durch die tief eingeschnittene Bohlinger Schlucht bis zur Schrotzburg. Kunstfreude lockt ein Skulpturenweg mit Kunstwerken aus Deutschland, Frankreich und Italien am der Ufer der Radolfzeller Aach in den Doppelort.