Bayerische Gemütlichkeit auf einer Halbinsel im Bodensee

Wasserburg ist einer von drei Bayerischen Anrainerorten am Bodensee. Das historische Zentrum liegt auf einer Halbinsel im See. Der kleine Ferienort zwischen Nonnenhorn und Lindau-Bad Schachen gehört zu den wohl bekanntesten Postkartenmotiven am Bodensee. Besonders schön ist am Nachmittag (dann steht die Sonne richtig) der Blick vom Malerwinkel in der Bucht westlich der Halbinsel. Dort befindet sich auch eine kleine und sehr beliebte Badestelle.Erst seit dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts erreicht man den historischen Ortskern von Wasserburg trockenen Fußes. Vorher wäre dazu ein Boot nötig gewesen, denn ein Damm hat bis dato nicht existiert. Die angesprochene Postkartenansicht wird sowohl vom Malerwinkel, als auch vom Ende der Mole durch das ehemalige Montfortsche Schloss und die gotische Kirche St. Georg mit ihrem für Bayern so typischen Zwiebelturm beherrscht. Das Schloss kam 1780 an das Haus Habsburg, denn den Grafen von Montfort ging angesichts ihrer verschwenderischen Bauwut schlicht und einfach das Geld aus.Nach rund 50 Jahren unter Österreischicher Flagge, war es Napoléon Bonaparte, der 1806 Wasserburg dem Königreich Bayern zusprach.Beliebtes Ziel von Abendspaziergängen ist die Antoniuskapelle oberhalb von Selmnau. Sie steht seit 1492 in herrlicher Lage auf einem Moränenhügel, mit weiter Aussicht über den Bodensee. Im Inneren überraschen eine gotische Madonnenfigur und mehrere barocke Skulpturen.