Zartgrüne Voralpenberge, dunkle Tannnwälder, tiefe Tobel und imposante Felstürme über dem Bodensee

Das der Bodensee am Rand der Alpen liegt zeigt er an klaren Tagen überdeutlich, wenn die mächtige Kulisse der Berge über den grünen Hügeln des Thurgaus aufleuchten. Dann steht man bewundernd am Nordufer und genießt das Bodensee-Panorama erst so richtig.
Klar, das so auch Lust aufkommt den Bergen am Horizont einen Besuch abzustatten, denn der Weg ist nicht weit. Von Bregenz und Konstanz oder mit der Fähre von Friedrichshafen nach Romanshorn erreichen all jene die nicht ohnehin in der Schweiz ihren Urlaub verbringen das Eidgenössische Ufer schnell und problemlos. Von dort ist es dann nur noch ein Katzensprung bis in die Voralpenberge des Appenzeller Landes.

Die Region teilen sich zwei Teilkantone: Außerrhoden mit dem Hauptort Herisau und Innerrhoden, rund um dessen Kantonshauptort Appenzell. Bekannt ist das Appenzeller Land vor allem für seinen herzhaften Appenzeller Käse und die einmalige Landschaft, die so lieblich ist, als stünde man inmitten einer Spielzeugeisenbahn. Kühe mit großen Glocken stehen seelenruhig auf saftigen Almwiesen voller bunter Blumen, dunkle Tannen stehen dazu im farblichen Kontrast. Rote Schmalspurzüge fahren tutend und pfeifend kreuz und quer durch die Täler, halten in den winzigen zum Teil historischen Ortschaften und tragen so einiges zum Klischee bei.

Im Dorf Appenzell läßt sich herrlich bummeln und flanieren. Nette, fast kitschige Cafés laden zum kalorienschweren Einkehren ein, denn die Tasse “Cafi Crême” und köstliche Kuchen verlangen anschließend schon den einen oder anderen Wanderkilometer. Aber wo wäre man am Bodensee dazu besser aufgehoben, als in der beliebtesten Wanderregion der Eidgenossen?

Alles überragend stehen die mächtigen Felsmauern des Alpsteins trutzig über der heiteren Landschaft und geben der bunten Mischung einen ordentliche Prise von Dramatik. König der Appenzeller Berge ist der Säntis, von dessen Aussichtsplattform in 2504 Metern Höhe an fönigen Tagen mit klarer Sicht eine grandiose 360°-Panoramaschau über die Zentralalpen bis nach Italien möglich ist.

Wer nicht fit genug ist, um den einen oder anderen Gipfel zu Fuß zu besteigen oder sich gar an mehrtägigen Hüttentouren zu versuchen, der nutzt eine der fünf Seilbahnen: von der Schwägalp auf den Säntis, von Brülisau auf den Hohen Kasten und zur Alp Sigel, von Jakobsbad auf den Kronberg und von Wasserauen zur Ebenalp.