Wo sich die Obere Argen ihren wilden Weg durch den Nagelfluh sucht

Unterere Argen und Oberere Argen, die beiden Quellflüsse der Argen, bilden in ihrem Lauf nachLangenargen am Bodensee einige erstaunlich wilde Tallandschaften aus. Besonders der Argentobel (grob beschrieben auf halbem Weg zwischen Wangen/Allgäu und Lindau gelegen) an der Vereinigung der beiden Flussarme und besonders das Naturschutzgebiet Eistobel im Oberlauf des Oberen Argen sind beliebte Wanderziele.

Der Obere Argen entspringt unweit von Oberstaufen und fließt anfangs streng nach Norden und in RichtungIsny. Halbwegs zwischen den beiden Gemeinden zwängt er sich in einer wilden Schlucht durch den breiten Bergzug der Riedholzer Kugel – dem Eistobel.

Zum Teil auch steil und schmal, hin und wieder mit Handlauf gesichert, Treppenstufen überwindend und auf Brücken das gurgelnde Wasser querend schlängeln sich mit dem Fluss ein trotzdem gut und gefahrlos zu begehender Weg durch das Hindernis der Nagelfluhschichten und führt zu mehreren Wasserfällen undStromschnellen. Die größte Kaskade ergießt sich immerhin über rund 18 Meter in die darunter liegende Gumpe. Gumpen sind Strudellöcher, also Vertiefungen am Fuß von Wasserfällen, die mitunter wie natürliche Pools zum Baden einladen – vorausgesetzt man ist abgehärtet genug.

Der Zugang erfolgt entweder vom Parkplatz Schüttentobel am südlichen (oberen) Eingang der Schlucht oder vom Infozentrum an der 56 Meter hohen Argenbrücke zwischen Grünenbach und Maierhöfen